Irre Gruppe mit viel Herz

(tho) 30 Jahre Herzsport im VfL Goldstein 1953. e.V. Ein Grund zum Feiern! Und so trafen sich ca. 50 Gäste der Herzsportgruppe, Herzsportler, Partner und Freunde am 1. Juni im Vereinshaus Midori Inn. Ein üppiges Salat- und Kuchenbuffet, aus eigenen Reihen organisiert und Gegrilltes fanden großen Zuspruch trotz des regnerischen Wetters.

Dieter Schmidt-Burkhardt, stv. Leiter der Abteilung, erinnerte an die Gründungszeiten. 1982 wurde die damals noch Koronarsport genannte Gruppe durch Prof. Dr. Martin Kaltenbach in der Uniklinik Frankfurt gegründet, zusammen mit Dr. Thomas Wendt, damals noch Assistenzarzt, später ebenfalls mit einer Professur versehen. Ziel war es, Herzpatienten nicht nur zu schonen, sondern durch Bewegung in den Alltag zurück zu führen. Bewegung als Therapie, physisch als auch gesellschaftlich. Denn Gemeinsamkeit ist wichtig in solch schwierigen Lebensphasen. Das Gefühl, nicht isoliert zu sein, sondern Teil der Gesellschaft zu sein. Am 13. Februar 1987 schloss sich die Gruppe als neue Abteilung  dem VfL Goldstein an. Unterstützung kam vom damaligen Vorsitzenden Karl-Peter Ziegler und Sportwart Siegfried Ebert, die Beide auch zur Feier erschienen. Der heutige Vorstand Rainer Schroth, die Stellvertreter Gerald Ziegler, Andi Gallon und Kassierer Werner Sutter zeigten sich sichtlich begeistert, dass die Herzsportgruppe für ein großes Ansehen nach außen beiträgt.

In 30 Jahren sind viele ehrenamtliche Mitglieder für die Abteilung eingetreten. In der Abteilungsleitung Hans Ungefähr, Kunibert Meister, Frank Thomaszewski, Benno Rüdenhausen, heute Manfred Leupold und als Stellvertreter Dieter Schmidt-Burkhardt. In der Kassenführung Frau Henkhaus, Margarete Köhler, Norbert Hofmann, heute Helmut Mohr. In der Übungsleitung Heinz Otto, Frau Klinke, Maiken Strake, Elisabeth Böhmer, heute Nally Ringert.

Ohne ärztliche Betreuung wäre jedoch kein Training möglich. Immer steht ein Mediziner mit Rat und Tat zur Seite. Nicht nur für den Notfall, sondern auch, wenn es um Fragen zur Erkrankung geht, wenn die Krankheit Unklarheiten aufwirft, wenn Ängste bestehen. Nach einem oft langen Arbeitstag, auch sogar noch nach vorangegangenen Nachtdiensten ist professionelle Unterstützung vorhanden. Der Dank gilt Dr. Hendrik Fox, Dr. Anette Ludwig, Dr. Ina Ziegler, Dr. Teresa Hartung, Dr. Beatrice von Jensen und Dr. Stefanie Uibel.

Es gab auch schwierige Zeiten. Mehr als einmal stand der Trainingsort in der Riedhofschule in Sachsenhausen auf dem Prüfstand. So auch erst vor einiger Zeit als Renovierungsarbeiten in der Halle anstanden. Statt langen Wegen, die sicherlich auch zur Mitgliederabwanderung geführt hätten, konnte Sportwartin Jasmin Gallon Ersatzmöglichkeiten in Goldstein und Schwanheim schaffen bis es wieder in die „eigene“ Halle ging.

Die Herzsportgruppe ist aber auch immer innovativ, geht neue Wege, mit viel Herz und Bewusstsein für die Bedürfnisse ihrer Mitglieder. Als die Krankenkassen mit Folgeverordnungen für herzkranke Patienten wegen Einsparungsmaßnahmen zögerlicher wurden, entstand die Idee eine Nachfolgegruppe zu gründen. Diese trainiert nun bereits, auch am gleichen Abend, sodass der Austausch und Kontakt auch weiterhin gegeben sind.

„Der Blick nach vorne“ so Schmidt-Burkhardt zeichnet alle Herzsportler aus. Sich nicht aufgeben, sondern der Wille, „menschliche Gemeinschaft nicht nur durch ein Mahl herzustellen. Gemeinsamkeit wurzelt in der Erinnerung des gemeinsam Erlebten. Jede Herzsportgruppe hat zu ihrer Zeit gegeben. Wir sind auch mit diesem Tag voll dabei.“

Herzport im VfL Goldstein ist nicht nur Sport, sondern auch Geselligkeit, zusammen mit Partnern und Freunden. Ausflüge und gemeinsame Feiern zu Weihnachten sind selbstverständlich. Nur so ist ein zufriedenes Leben möglich. Frau Dr, von Jensen sagte einmal über die Abteilung: Ihr seid eine irre Herzsportgruppe…“. Laut Definition erklärte Dieter Schmidt-Burkhardt kann dies Vieles heißen: „großartig, sagenhaft, toll, dufte, klasse, pfundig, außergewöhnlich, prima“. Jedes dieser Adjektive trifft auf die irre Gruppe mit viel Herz zu!

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Foto 1: Gemeinsam wurde das Jubiläum mit Mitgliedern und Familie begangen. Foto: Thomaszewski

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Foto 2: 30 Jahre - der Kuchen macht’s; Foto: Thomaszewski

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